Fotos: eSeL.at, © Belvedere, Wien

DIE BERLINER ZEIT

Wegen seiner Teilnahme an der kollektiven Aktion Kunst und Revolution an der Universität Wien, die 1968 als sogenannte „Uniferkelei“ in die Geschichte der Wiener Aktionskunst eingegangen ist, wird Günter Brus verurteilt und flieht vor einer drohenden Haftstrafe nach Berlin. In der Ausstellung wird Berlin als An- fangspunkt seines neuen Zugangs zur Kunst und der Beschäftigung mit Theater und Literatur betrachtet. Es entstehen Bild-Dichtungen, die in ganze Bildzy- klen münden.


So zum Beispiel der Zyklus Franz Schreker: Die Gezeichneten, der in seiner Gesamtheit gezeigt wird. Mit anderen österreichischen Künstlern wie H.C. Art- mann, Oswald Wiener und Gerhard Rühm arbeitet Günter Brus im Berliner Exil an vielfältigen künstlerischen Projekten. In der Künstlerzeitschrift Die Schastrommel publiziert er Arbeiten seiner Künstlerfreund_innen. In jenen Jahren versucht er zudem, mit Theaterprojekten finanziell Fuß zu fassen. In Berlin entsteht auch Die Selten gehörte Musik, die im Belvedere 21 zu hören sein wird.