Günter Brus wurde am 27. September 1938 in Ardning in der Steiermark geboren,

er lebt und arbeitet in Ardning und Graz.

1954-1957


1958-1960


1960



1961





1964




1966





1968




1969


1970



1970-1977








1972




1976



Seit 1976






1980


1997


1999


2004



2011

Kunstgewerbeschule Graz, Klasse für Gebrauchsgrafik


Akademie für angewandte Kunst, Wien - Austritt ohne Abschluss


Gemeinsam mit Alfons Schilling Reise nach Mallorca. Durch die Bekanntschaft mit Joan Merrit inten- sive Auseinandersetzung mit der Malerei des Informel.


Ausstellung gemeinsam mit Alfons Schilling, Hermann Nitsch und Adolf Frohner. Brus zeigt danach mit Alfons Schilling in der Galerie Junge Generation Aktionsmalerei. Bekanntschaft mit seiner späteren Frau Anna, die an einigen Aktionen mitwirkt, und mit Rudolf Schwarzkogler.


Brus lernt den Experimentalfilmer Kurt Kren kennen. Erste Aktion Ana und dabei erstmaliger Einsatz des Körpers als künstlerisches Medium. Im folgenden Jahr weitere Aktionen, darunter Wiener Spaziergang.


Mit Otto Muehl gründet Brus das Institut für Direkte Kunst (IDA). Auf Einladung von Gustav Metzger Teilnahme am Destruction in Art Symposium in London. Radikalisierung der Aktionskunst, erste Anfer- tigung von Aktionspartituren. Übergang von den Selbstbemalungen zu den Körperanalysen – Inter- ventionen am eigenen Körper.


Aktion Der helle Wahnsinn in Aachen; mit Otto Muehl, Oswald Wiener, Peter Weibel und Franz Kal- tenbäck Aktion Kunst und Revolution in der Wiener Universität, Verurteilung zu sechs Monaten Haft.


Flucht nach Berlin


Letzte Aktion einer Körperanalyse, die Zerreißprobe im Aktionsraum 1 in der Münchner Schackstraße.


Rückkehr zur Zeichnung, Herausgabe des Organs der österreichischen Exilregierung und der Schastrommel bzw. der späteren Drossel, in denen er seine aktionistischen Arbeiten reflektiert. In Berlin entstehen, nicht zuletzt durch den intensiven Austausch mit Oswald Wiener, Gerhard Rühm und Die- ter Roth, die ersten bebilderten literarischen Arbeiten. Mit Oswald Wiener, Gerhard Rühm, Dieter Roth, Hermann Nitsch und Christan Ludwig Attersee musikalische Gemeinschaftsauftritte mit Selten gehörte Musik. In Berlin entstehen erste Arbeiten für das Theater.


Bekanntschaft mit Armin Hundertmark, der Editionen von Fluxus-Künstlern und Wiener Aktionisten herausbringt. Es entstehen zahlreiche „Bild-Dichtungen“. Teilnahme an der documenta 5 in Kassel.


Umwandlung der Haft- in eine Geldstrafe nach einer Audienz von Anna Brus bei Bundespräsident Rudolf Kirchschläger.


Seit 1976 Veröffentlichung lyrischer Arbeiten. Zahlreiche Bild-Text-Zyklen, u. a. Franz Schreker – Die Gezeichneten. Wanderausstellung Günter Brus – Bild-Dichtungen in der Hamburger Kunsthalle, im Kunstmuseum Luzern und im Kulturhaus der Stadt Graz im Rahmen des steirischen herbsts. Entwurf von Bühnenbildern und Kostümen, u. a. für Erinnerungen an die Menschheit von Gerhard Roth (steirischer herbst 1985).


Teilnahme an der Biennale in Venedig, 1982 an der documenta 7 in Kassel.


Brus wird für sein Gesamtwerk der Große Österreichische Staatspreis verliehen.


Krankenhausaufenthalt. Es entsteht Kleine Narbenlehre.


Verleihung des Oskar-Kokoschka-Preises. Brus arbeitet in der Folge am dritten Teil seines autobiogra- fischen Romans Das gute alte Westberlin.


Eröffnung des BRUSEUM – ein Museum für Günter Brus in Graz, als Teil des Universalmuseum Joanneum.